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| Liebe Leserin, Lieber Leser!
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| Als ich vor zwei Jahren mit Freunden Skifahren am Klippitztörl war, sind wir bei einer Hütte eingekehrt und haben uns dann kurz mit unseren Getränken in Liegestühle an den benachbarten Teich gesetzt. Der war allerdings eingezäunt, und wir konnten nur durch das Gitter auf die gefrorene Oberfläche schauen. Was mir damals nicht bewusst war: Wir haben auf einen ins Gebirge gesprengten Speicherteich geschaut. Solche Wasserreservoire gibt es immer häufiger in unseren Bergen. Touristiker preisen sie als Teiche an, die sich so in die Landschaft einfügen würden, als wären sie schon immer da gewesen.
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| Dabei entstehen diese Teiche durch menschengemachte Eingriffe in die Umwelt und sind eine logische Folge des immer größer werdenden Wasserbedarfs der Skigebiete. Denn diese versuchen, der ebenfalls menschengemachten Klimakrise und den wärmeren Temperaturen mit mehr Schneekanonen beizukommen. Laura Anninger hat für Breitengrade das Ausmaß dieser Entwicklung recherchiert.
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| In der heutigen Newsletter-Reise starten wir in China, besuchen Vermont in den USA und kommen schließlich in Frankreich an, wo immer mehr Skigebiete geschlossen werden müssen. Auf den Bergen bleiben oft nur Geisterlifte übrig.
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| Andere Länder, selbes Risiko
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| Basierend auf Langzeitbeobachtungen aus Österreich und Deutschland haben chinesische Forscher im renommierten Wissenschaftsjournal Nature 116 Skigebiete in China untersucht. Sie stellten fest, dass die Dauer der Zeit, in der beschneit werden kann, in naher Zukunft zurückgeht, während aber gleichzeitig der Bedarf an Kunstschnee in die Höhe schießen wird. Vor allem im Süden des Landes sind die Skigebiete gefährdet. Im Wintersport merkt man wie kaum in einem anderen Bereich, dass Klimarisiken auch unmittelbare finanzielle Risiken für Unternehmen bedeuten.
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| VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA
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| Der Chief-Schneemacher von Bromley Mountain freut sich über 14 Grad Fahrenheit, umgerechnet gut minus 10 Grad. Das ist nah an seiner Lieblingstemperatur, um Kunstschnee herzustellen. Im US-Bundesstaat Vermont ist man sich längst bewusst, dass die Klimakrise die natürliche Skisaison drastisch verkürzt und dass der Betrieb von Schneekanonen ebenfalls klimaschädliche Emissionen produziert. Skiresorts versuchen also effizienter zu werden, sie bauen etwa auf erneuerbare Energien. Worauf der Artikel von Grist versäumt hinzuweisen: Auch alle Effizienzbemühungen stoßen einmal an ihre Grenzen. Vielleicht lieber Suffizienz andenken?
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| Das Skiresort Céüze in Südfrankreich war eines der ältesten im ganzen Land. In der Saison 2018/19 musste es allerdings schließen. Für viele Mitarbeiter:innen kam das scheinbar überraschend. Bis heute hängen dort Dienstpläne an der Wand, Zeitungen aus dem März vor acht Jahren liegen herum, und halb getrunkene Wasserflaschen stehen auf den Tischen. Bürozubehör ist nicht das Einzige, das von den mehr als 186 zugesperrten Skigebieten in Frankreich zurückbleibt. Die Reste der verlassenen Lifte werden zunehmend zum Problem für die Wildnis; viele stehen in geschützter Natur. In Céüze passiert nun etwas Einzigartiges: Das Skiresort wird zurückgebaut.
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Paul Koren
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