Was passiert mit den 19.000 Tonnen Müll, die wir in die Türkei exportieren? ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ 
                                                           
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DAS GESCHÄFT MIT DEM MÜLL
Doch die sozialen Konsequenzen sind nur ein Teil des Bildes. Der Müll verstopft Abwasserkanäle, was zu Überflutungen führt. Plastik gelangt in den Boden, Tiere fressen es und schädigen sich die Mägen. Beim Verbrennen einer Tonne Plastik entstehen nicht nur rund drei Tonnen CO2, sondern auch krebserregende Chemikalien. Trotz all dieser Kosten, die durch die Plastikberge für Menschen, Tiere und Umwelt entstehen, bleibt es billig, den Müll in die Türkei zu verschiffen.
In der Türkei landet tonnenweise Müll aus der Europäischen Union, auch aus Österreich. – Foto: Anika Haider, Marian Wagner
Dahinter steckt ein grundlegendes Problem, das sich durch viele Bereiche der Klimakrise zieht: Güter wie eine gesunde Umwelt oder ein stabiles Klima haben in unserem Wirtschaftssystem keinen klaren Preis. Ihre Kosten tauchen etwa in der Kalkulation einer Schiffsladung Müll schlicht nicht auf.

Unsere Autorin Anika Haider ist für diese Recherche in der Türkei über Deponien gestapft, hat Recyclingfabriken besucht und mit Anrainer:innen, Umweltschützer:innen und Expert:innen gesprochen.
Wenn dir dieser Newsletter weitergeleitet wurde, kannst du ihn hier kostenlos abonnieren. Die nächste Ausgabe erscheint am 16. April.
Morgen erscheint die neue DATUM-Ausgabe. Die Breitengrade-Geschichte kannst du hier schon vorab lesen. Im Schwerpunkt dreht sich diesmal alles um Resilienz, eine Eigenschaft, die auch im Umgang mit der Klimakrise entscheidend sein wird. Unsere Titelgeschichte handelt von der ehemaligen Außenministerin Karin Kneissl. Ihr erinnert euch: Auf ihrer Hochzeit tanzte sie mit Wladimir Putin.

Kneissl argumentierte als Energieexpertin stets für russisches Öl und Gas, machte sich für die Pipeline Nord Stream 2 stark, selbst als 2020 der Oppositionelle Alexei Nawalny mit Nowitschok vergiftet wurde. Sie schrieb aber auch Bücher über die Mobilitätswende und engagiert sich im Tierschutz. Diese Ambivalenz ist jedoch nicht das Einzige, was Kneissl zu einer spannenden Person macht.
DATUM April 2026
Das neue Leben der Karin Kneissl
Karin Kneissl war in der ersten Regierung von Sebastian Kurz auf FPÖ-Ticket österreichische Außenministerin. Nun lebt sie in Russland und ist dort zu Putins Propagandistin geworden. Wer hat ihr neues Leben in Russland ermöglicht? Dieser Frage sind Elisalex Henckel, Thomas Winkelmüller und ich in den vergangenen sechs Monaten nachgegangen – deshalb hast du zuletzt vor allem hier im Newsletter von mir gelesen. Entstanden sind daraus der Podcast ›Kniefall – Die Radikalisierung der Karin Kneissl‹ und die Cover-Story dieser DATUM-Ausgabe.
ZUR COVER-STORY (+)
Schwarzer Fluch
In der iranischen Hauptstadt Teheran müssen sich die Bewohner:innen derzeit nicht nur vor Raketen und Bomben in Sicherheit bringen, sondern auch vor den massiven Umweltschäden, die der Krieg von Donald Trump in der Region verursacht. Iraner:innen in der Metropole sind aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen und Masken zu tragen: Explosionen in Ölraffinerien setzen giftige Stoffe frei. Hinzu kommt, dass das Mullah-Regime aus Vergeltung seinerseits Raffinerien in den Nachbarländern sprengt. Hilfsorganisationen stehen unter enormem Druck. Auf dem Foto in Susi Mayers Bilderkolumne ist eine Mitarbeiterin des Roten Halbmonds in Kopftuch und Maske zu sehen, hinter ihr bauen sich bedrohlich schwarze Rauchschwaden auf.
ZUR BILDERGESCHICHTE
 
 
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Herzliche Grüße
Paul Koren

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