Wie schwer der Umbau zu einer klimafitten Stadt ist ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ 
                                                           
DATUM Breitengrade
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Wenn dir dieser Newsletter weitergeleitet wurde, kannst du ihn hier kostenlos abonnieren. Die nächste Ausgabe erscheint am 18. Juni.
Am 28. Juni finden in Graz wieder Gemeinderatswahlen statt. Eine große Rolle bei der Wahlentscheidung vieler wird wohl diese Frage spielen: Hat die alte Regierung ihre Versprechen gehalten? Darum geht es in Breitengrade diesen Monat.
HEISSES PFLASTER 
›Gegen Begrünung hat wohl hoffentlich niemand etwas einzuwenden‹, meinte Martina Gugl, eine meiner Interviewpartnerinnen für diese Recherche. ›So wie es mit dem Klima weitergeht, brauchen wir alles, was die Stadt irgendwie aushaltbarer macht.‹ Auch wenn die Wissenschaft ihr Recht gibt, in der Praxis regt sich oft Widerstand. Trotzdem ist eines offensichtlich: Graz ist in der vergangenen Legislaturperiode grüner geworden. Mehr als 4000 neue Bäume wurden von 2021 bis heute gepflanzt (unten in der Grafik zu sehen). Nur ist der Platz in der Stadt begrenzt: Wo ein Baum steht, kann kein Parkplatz sein. Sich an die Klimakrise anzupassen, bedeutet häufig alte Gewohnheiten aufgeben zu müssen. Konflikte sind vorprogrammiert – und von denen gab und gibt es in der steirischen Hauptstadt einige. Mehr zu den Bau-, Bruch- und Leerstellen in Graz liest du im ganzen Text.
In den vergangenen fünf Jahren wurden in Graz insgesamt mehr als 4.000 Bäume gepflanzt (hellgrün). Dunkelgrün zeigt den Bestand aus den Vorjahren. Die Stadt ist heute grüner. Gleichzeitig gilt leider: Graz ist heißer. Wegen der Klimakrise erwärmen sich Städte schneller als ihr Umland. Grazer Forscher haben 2021 die Hot Spots eingezeichnet. Am Griesplatz in dunkellila hatten Oberflächen rund 50 Grad Celsius. An solchen Orten ist das städtische Grün besonders nötig. – Quellen: KIS Stadt Graz / GIS-Steiermark – Oberflächentemperatur zu Mittag.
Heute erscheint die neue DATUM-Ausgabe. Die Breitengrade-Geschichte kannst du hier kostenlos lesen. Ich darf mich außerdem besonders freuen, denn ich kann dir diesmal gleich unseren ganzen Schwerpunkt empfehlen. Das DATUM Juni-Heft ist der verdrängten Krise – der Klimakrise – gewidmet.
DATUM Juni 2026
Hier gibt es nichts zu sehen
Der drohende Kollaps der Atlantikströmung AMOC, ein offen klimaleugnender US-Präsident oder die beispiellos frühe Hitzewelle im Mai. Je heißer es wird, desto kälter scheinen uns solche Nachrichten zu lassen, schreibt DATUM-Chefredakteurin Christina Pausackl in ihrem Editorial. Wir erleben derzeit sogar einen regelrechten Klima-Backlash, die Warnrufe der Forscher:innen und Aktivist:innen stoßen auf taube Ohren und die Erderhitzung verschwindet von den Titelseiten der Zeitungen. Dabei war es noch nie so schwer wie heute die Augen vor den Folgen dieser Krise zu verschließen.

Vielleicht erleben wir gerade das Shifting-Baseline-Syndrom in Aktion. Zustände, die früher als extrem galten, werden heute als Normalzustand gesehen. Die Schrift auf unserem Cover verbildlicht genau das. Schau doch einmal genauer hin! Gerade dann, wenn es so wirkt, als gäbe es hier nichts zu sehen, ist es meistens am wichtigsten.
ZUM EDITORIAL
›Die neuen Klimamodelle haben mich wirklich erschreckt‹
Der deutsche Klimaforscher Stefan Rahmstorf ist ein großer Name in der Wissenschaft und beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit den Ursachen und Folgen der Krise. Doch selbst ihn haben die neuen Prognosen zur ›Zentralheizung‹ Europas, der Atlantikströmung AMOC, erschreckt. Sie könnte bereits ab Ende des Jahrhunderts völlig zusammenbrechen, was deutlich kältere Winter im Norden Europas zur Folge hätte. Rahmstorf hat mit Christina Pausackl darüber gesprochen, wie schwierig es ist, die Gefahren der Klimakrise verständlich zu kommunizieren, wie er auf die Zukunft blickt und welche politische Maßnahme er weltweit sofort umsetzen würde, wenn er könnte.
ZUM INTERVIEW (+)
Ein Manager fürs Klima
Stefan Holly war früher Controller beim Handelskonzern Rewe, danach machte er sich als Unternehmensberater selbstständig und importierte gemeinsam mit seiner Frau Autos aus dem Ausland. Heute wird er als neues Gesicht der österreichischen Klimabewegung gehandelt. Eine Bewegung, die sich metaphorisch im Winter befindet, deren radikalere Flanke in Form der Letzten Generation gerade vor Gericht stand, die sich langsam aber wieder Hoffnung auf eine Auferstehung zu alter Größe macht. Welche Rolle dabei der 55-jährige, weißhaarige Stefan Holly und das Wiener Straßenprojekt Lobau spielen sollen, hat sich Thomas Winkelmüller angesehen.
ZUM TEXT (+)
 
 
Zum Schluss nochmal ein großes Dankeschön an dich dafür, dass du DATUM Breitengrade abonniert hast, bis zum Ende durchliest und weiterempfiehlst. Ich hoffe, dass du dem Newsletter auch künftig als Leser:in erhalten bleibst. Vielen Dank für deine Unterstützung!

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Was hältst du von Breitengrade? Hast du Verbesserungsvorschläge? Oder gibt es Themen, über die du gerne mehr lesen würdest? Schreib uns gerne an breitengrade@datum.at. Unser nächster Newsletter erscheint am 18. Juni.

Herzliche Grüße
Paul Koren

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