Klimaleugner-Organisationen haben einen neuen Markt für sich entdeckt. ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ 
                                                           
DATUM Breitengrade
NEWSLETTER
Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Der Kormoran ist ein erstaunlich effizienter Jäger. Rund 400 Gramm Fisch frisst ein einzelner Vogel pro Tag. Am Bodensee, wo heute rund 1.150 Kormoranpaare brüten, ist er für viele Fischer längst zum Feindbild geworden. Sie machen ihn mitverantwortlich dafür, dass immer weniger Fische in ihren Netzen landen – und fordern, den Schutzstatus des Vogels zu senken und Abschüsse zu erleichtern.
Naturschutzorganisationen halten dagegen: Der Kormoran werde zum Sündenbock für eine Entwicklung gemacht, deren Ursachen viel tiefer liegen. Denn auch verbaute Flüsse, invasive Arten und die Klimakrise setzen den Fischbeständen zu. Diesen Sommer war der Bodensee zeitweise 4,2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel, zugleich fiel sein Wasserstand auf ein Rekordtief.
EIN VOGEL HAT HUNGER
Der Konflikt ist inzwischen so groß, dass man zu ungewöhnlichen Mitteln greift. Im Frühjahr stieg am Bodensee eine umgebaute Agrardrohne auf. Ihr Ziel waren keine Felder, sondern Kormorannester. Mit blau eingefärbtem Rapsöl besprühte sie die Eier der Vögel, damit die Embryonen darin absterben. Der Versuch ist Teil eines internationalen Forschungsprojekts, das nach Wegen sucht, die Fischbestände zu schützen.
Wenn dir dieser Newsletter weitergeleitet wurde, kannst du ihn hier kostenlos abonnieren. Die nächste Ausgabe erscheint am 4. November.
Laura Anninger ist für DATUM dem Kulturkampf um den Kormoran nachgegangen. Sie hat mit Fischern, Ornithologen und Gewässerforschern gesprochen und zeigt, warum sich an dem schwarzen Wasservogel eine viel größere Frage entzündet: Was passiert, wenn Mensch und Tier um eine Ressource konkurrieren, deren Bestände ohnehin immer stärker unter Druck geraten?

Morgen erscheint die neue DATUM-Ausgabe. Die Breitengrade-Geschichte kannst du hier schon vorab lesen.
 
Danke, dass du Breitengrade liest!

Wenn du jemanden kennst, für den dieser Newsletter ebenfalls interessant sein könnte, leite ihn gerne weiter. Und wenn du unabhängigen Journalismus wie diesen unterstützen möchtest, kannst du das mit einem DATUM-Jahresabo tun.

Für Feedback, Hinweise und Ideen schreib uns gerne an: breitengrade@datum.at.

Herzliche Grüße
Dein DATUM-Team

Newsletterprofil aktualisieren • Abmelden
DATUM Logo

© Satzbau Verlags GmbH
Abo • Impressum & Disclaimer • Datenschutz