|
|
|
|
| Liebe Leserin, Lieber Leser!
|
| die türkischen Müllberge, über die unsere Autorin Anika Haider mit Yasin Yilmaz* gestapft ist, bestehen ausschließlich aus Plastik und Verpackungsmaterial, das in dem Land gar nicht hergestellt wird. Der ganze Müll stamme aus Europa, erklärt Yilmaz, der früher in der örtlichen Verwaltung für Umweltschutz zuständig war. In seiner Gemeinde landet mehr als die Hälfte des in die Türkei importierten europäischen Abfalls. Dort wird er zur Gefahr für Menschen, Tiere und Natur. Welche Lösungen es für dieses Problem gibt, liest du in der aktuellen Breitengrade-Geschichte!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Spoiler: Um wirklich nachhaltige Verbesserungen zu schaffen, kommt auch Europa nicht daran vorbei, sich um das Ende seiner Müllkette zu kümmern. Das bedeutet konkret, den illegalen Müll-Export zu stoppen und stärker zu kontrollieren. Dafür muss man verstehen, wie unsere Abfälle es überhaupt in die Türkei geschafft haben. Unsere heutige Newsletter-Reise startet in Italien, führt uns dann weiter nach Mexiko und endet in Taiwan, wo die Bevölkerung mit Musik zum Recyceln motiviert wird.
*Name von der Redaktion geändert
|
|
| Wenn dir dieser Newsletter weitergeleitet wurde, kannst du ihn hier kostenlos abonnieren. Die nächste Ausgabe erscheint am 6. Mai.
|
|
|
|
|
|
|
|
| 2020 verlassen 282 Container voller Abfälle den italienischen Hafen Salerno Richtung Tunesien. Die Schiffe laufen ohne Kontrolle aus. Am Ziel angekommen, sorgen sie jedoch für einen Skandal, Verhaftungen und einen langen Streit zwischen Italien und Tunesien. Es geht um die Verantwortung für die Entsorgung des abgeschobenen illegalen Mülls. Solche Fälle sind seit 2018 keine Seltenheit. In diesem Jahr stoppte nämlich China den Import von europäischem Abfall. China war lange die Nummer-Eins-Destination für unseren Müll. Das Geschäft ist deshalb aber lange nicht beendet, es verlagerte sich nur woanders hin. Welche Routen die Müllschlepper heute nehmen, liest du hier.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Um den „grünsten Super Bowl der Geschichte“ veranstalten zu können, schloss die Stadt Phoenix im amerikanischen Bundesstaat Arizona 2023 eine Vereinbarung mit einer Recycling-Firma. Letztere hat nämlich gerade eine neue Müll-Verarbeitungsfabrik gebaut – jedoch auf der anderen Seite der Grenze, in Mexiko. Die Mexikaner:innen waren allerdings nicht sehr erfreut darüber, dass der US-amerikanische Müll nun bei ihnen landen sollte. Auch aus rein praktischen Gründen: Sie haben weniger Geld und eine schlechter entwickelte Infrastruktur, um mit dem Abfall umzugehen. Es regt sich Widerstand.
|
|
|
|
|
|
| Eine kleine Recyclingmusik
|
|
|
|
| Die kleine Insel Taiwan südöstlich von China hatte vor 25 Jahren noch den unschönen Spitznamen „Die Müllinsel“. Den fing sie sich ein, weil es dem Staat nicht gelang, den neuen Abfall, der durch die steigenden Lebensstandards und den aufblühenden Konsumkapitalismus entstand, schnell genug zu entsorgen. Heute hat Taiwan allerdings eine der höchsten Recyclingraten der Welt. Eine eigene Upcycling-Industrie bringt den Müll wieder als Kaffeehäferl oder Baumaterial zurück in den Kreislauf. Durch die klassische Musik, mit der die Müllabfuhr den Bewohner:innen signalisiert, „Zeit, den Müll rauszubringen“, wird Recyclen zum Ritual.
|
|
|
|
|
|
Zum Schluss nochmal ein großes Danke an dich, dass du DATUM Breitengrade abonnierst, bis zum Ende durchliest und weiterempfiehlst. Ich hoffe, dass du dem Newsletter auch künftig als Leser:in erhalten bleibst. Vielen Dank für deine Unterstützung!
Wenn du diesem Newsletter-Projekt ein wenig helfen möchtest, kannst du das in nur zehn Sekunden tun. Diese Empfehlungs-Mail kannst du direkt an deine Freund:innen abschicken. Danke!
Nach dem Danke noch eine letzte Bitte: Journalismus, der bleibt, kostet Geld. Falls du die Arbeit von DATUM und damit auch Breitengrade finanziell unterstützen willst, tust du das am besten mit einem Jahresabo.
Was hältst du von Breitengrade? Hast du Verbesserungsvorschläge? Oder Themen, über die du gerne mehr lesen würdest? Schreib uns einfach an breitengrade@datum.at. Der nächste Newsletter erscheint am 6. Mai.
Herzliche Grüße
Paul Koren
|
|
|
|
© Satzbau Verlags GmbH
|
|
|
|
|